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Aktivierung von Flash: Vergleich verschiedener Browser

Alle wichtigen Browser haben inzwischen eine Funktion implementiert, durch welche Inhalte von Adobe Flash standardmäßig nicht ausgeführt werden, aber in jedem dieser Browser gibt es Unterschiede in Implementierung und Benutzeroberfläche. Diese Anleitung zeigt sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede der Browser, damit Webentwickler dem Endnutzer die bestmögliche Erfahrung bieten können. Eine weitere Anleitung unterstützt die Website-Autoren bei der Migration weg von Flash.

Die Entscheidung zur Aktivierung von Flash wird in jedem Browser vom Nutzer für jede Website einzeln getroffen. Wenn eine Website versucht, Flash zu verwenden, sieht der Nutzer im Browser eine Anfrage, ob Flash für diese Website aktiviert werden soll. Es sind also keine Erweiterungen zum Blockieren von Flash mehr erforderlich, da diese Funktionalität nun in den Browser integriert ist.

  Mozilla Firefox Google Chrome Microsoft Edge
Name der Einstellung Nachfragen, ob aktiviert werden soll standardmäßig HTML5 Click-to-run
Standardwert für 'application/x-shockwave-flash' in navigator.mimeTypes, sollte Flash inaktiv sein ja nein nein
Wert für 'application/x-shockwave-flash' in navigator.mimeTypes, sollte der Nutzer Flash erlaubt haben ja ja ja
<object> mit Ersatzinhalt löst UI aus ja, mit Ausnahmen nein ja
kleines/verstecktes Flash löst erweiterte UI aus ja nein nein
Durch Erlauben von Flash wird die Seite automatisch neu geladen nein ja ja
Andere Funktionen im Zusammenhang mit Flash Domain Blocking Plugin Power Saver Peripheral Content Pause

Jeder Browseranbieter hat eine Strategie über die zukünftige Unterstützung von Flash und die Interaktionen der Nutzer mit Flash erstellt. Der Plan von Firefox für Flash beinhaltet auch Links zu den Plänen und Informationen anderer Anbieter.

Vergleich der Benutzeroberflächen

Mozilla Firefox

Wenn eine Seite versucht, Flash zu nutzen, wird innerhalb dieser Seite eine Aufforderung zur Aktivierung eingeblendet. Außerdem erscheint ein Symbol an der linken Seite der Adressleiste. Der Nutzer kann entweder auf das Flash-Element in der Seite oder auf das Symbol in der Adressleiste klicken, um Flash zu aktivieren.

Der Nutzer hat die Wahl, ob er Flash nur für die aktuelle Sitzung erlauben möchte, oder ob die Entscheidung für kommende Sitzungen beibehalten werden soll:

Google Chrome

Die Anzeige wird innerhalb der Seite eingeblendet, wenn diese versucht, Flash zu nutzen. Es wird kein alternativer Inhalt angezeigt.

Nachdem der Nutzer auf das Plugin-Element geklickt hat, öffnet sich ein Fenster, in dem Flash erlaubt werden kann.

Sollte die Seite einen alternativen Inhalt für ein object-Element bereitstellen, so zeigt Chrome diesen Inhalt an und fragt nicht, ob Flash aktiviert werden soll. Wenn ein Flash-Element für den Nutzer unsichtbar ist, erhält der Nutzer auch keine sichtbare Aufforderung. Der Nutzer kann aber auf jeder Seite auf das Informationssymbol auf der linken Seite der Adresszeile klicken, um die Seiteninformationen zu öffnen und dort Flash zu erlauben.

Microsoft Edge

Die Aufforderung wird innerhalb der Seite angezeigt, wenn diese versucht, Flash zu nutzen. Zusätzlich erscheint ein Symbol auf der rechten Seite der Adressleiste. Der Nutzer kann auf das Flash-Element klicken, um die Aktivierungsoptionen zu sehen.

Der Nutzer hat die Wahl, Flash nur für diese oder für alle weiteren Sitzungen auf dieser Website zu aktivieren:

Tipps für Seitenautoren

Wenn Flash-Elemente sehr klein, versteckt oder von anderen Inhalten überdeckt sind, werden Nutzer nicht bemerken, dass Flash für diese Seite benötigt wird und werden verwirrt sein. Sogar wenn das Plugin-Element eigentlich versteckt ist, sollte die Seite es sichtbar darstellen und die Größe erst dann ändern bzw. es verstecken, wenn der Nutzer das Plugin aktiviert hat. Dies kann mithilfe einer JavaScript-Funktion ermöglicht werden, welche beim Aktivieren des Plugins aufgerufen wird.

function pluginCreated() {
  // We don't need to see the plugin, so hide it by resizing
  var plugin = document.getElementById('myPlugin');
  plugin.height = 0;
  plugin.width = 0;
  plugin.callPluginMethod();
}

Der HTML-Code spezifiziert standardmäßig die Größe eines Flash-Objekts, wodurch es sichtbar wird. Dies kann beispielsweise so realisiert werden:

<!-- Give the plugin an initial size so it is visible -->
<object type="application/x-shockwave-flash" data="myapp.swf"
      id="myPlugin" width="300" height="300">
  <param name="callback" value="pluginCreated()">
</object>

Der in HTML definierte callback Parameter kann in Flash unter Nutzung seiner flash.external.ExternalInterface API aufgerufen werden.

Verwenden eines Skript-Callbacks, um festzustellen, ob ein Plugin aktiviert ist

Ebenso sollte das Skript einer Site nicht versuchen, ein Plugin sofort nach der Erstellung zu skripten. Stattdessen sollte das Plugin-Objekt über eine JavaScript-Funktion aufgerufen werden. Diese Funktion kann nun in der Gewissheit, dass alles eingerichtet und fertig ist, den Aufruf in das Plugin erstellen

Richten Sie zuerst Ihr HTML mit einem Callback ein, welcher die JavaScript-Funktion pluginCreated() aufruft, beispielsweise so:

<object type="application/x-my-plugin" data="somedata.mytype" id="myPlugin">
  <param name="callback" value="pluginCreated()">
</object>

Die Funktion pluginCreated() ist dann für das Einrichten Ihres Skripts und für jeden Aufruf zurück in das Plugin verantwortlich:

function pluginCreated() {
  document.getElementById('myPlugin').callPluginMethod();
}

Schlagwörter des Dokuments und Mitwirkende

 Mitwirkende an dieser Seite: Artist-sumo, Sheppy, HoLuLuLu
 Zuletzt aktualisiert von: Artist-sumo,